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Nicu - der Brehme der Löwen!

© MiS

22.02.12, München - Maximilian Nicu zeigt im Training ungeahnte Qualitäten. Der Neuzugang hat eine ganz besondere Fähigkeit - wie einst Weltmeister Andy Brehme. Der tz erklärt er sie.

Am Dienstag im Training schlug Maximilian Nicu eine Flanke nach der anderen von der linken Seite in den Strafraum. Recht gekonnt, mit dem linken Fuß und viel Schnitt. Aber war da nicht was beim Spiel am Sonntag gegen Düsseldorf? Genau: Da bereitete er den Siegtreffer von Necat Aygün mit einem äußerst gefühlvoll gechippten Freistoß vor – allerdings mit rechts. Mit welchem Fuß ist der Löwenneuzugang jetzt eigentlich besser? „Das kann ich gar nicht sagen“, antwortete Nicu, „ich bin mit beiden gleich stark.“ So eine Aussage kannte man bisher nur von einem Mann: von Andi Brehme. Der Weltmeister von 1990 schoss sogar die Elfer je nach Laune mal mit links, mal mit rechts.

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Nicu – der Löwen-Brehme. Wie kam’s zu dieser für einen Fußballer so vorteilhaften Eigenschaft? „Na ja,“, sagt Nicu, „als ich irgendwann mal mit dem rechten Fuß alles konnte, dachte ich mir, jetzt schaust du, dass das mit dem linken genau so klappt. Und durch andauerndes Training war ich dann irgendwann auch soweit.“

Und jetzt ist er soweit für den ersten Einsatz in der Startelf der Löwen. Am Freitag bei Union Berlin soll der 29-Jährige auf der linken Offensivseite wirbeln, anstelle von Djordje Rakic, der den gesperrten Kevin Volland im Zentrum vertritt. Aber auch an seiner bisherigen Jokerrolle hatte Nicu nichts auszusetzen: „Ich bin jetzt in zwei Spielen reingekommen und habe jedesmal einen wichtigen Treffer vorbereitet. Ist ja schon fast sowas wie das Maximum.“ Und es trägt wahrscheinlich dazu bei, dass man bei den neuen Kollegen schnell an Akzeptanz gewinnt. „Kann schon sein“, grinst Nicu, „aber ich habe noch keinen gefragt, ob das auch wirklich der Fall ist…“

Er selbst allerdings fühlt sich auf alle Fälle pudelwohl in München, nachdem das eineinhalb Jahre lang in Freiburg überhaupt nicht der Fall war. „Hier in München kenne ich alles, da bin ich daheim“, sagt der gebürtige Priener, „in Freiburg habe ich festgestellt, dass es auch im Job schwer wird, wenn du mit deinem Privatleben nicht zufrieden bist.“

Als Nicu vor drei Wochen endlich den Vertrag mit den Löwen auf den letzten Drücker klargemacht hatte, meinte er auch, dass die Verfolgerrolle, in der sich die Löwen befinden, nicht so schlecht sei. Nach zwei weiteren Siegen sieht er sich in seiner Meinung nur bestätigt: „Düsseldorf war im Winter Erster. Die konnten nicht besser werden. Und jetzt ist die Lockerheit dort weg. Wir dagegen lernen immer mehr, das Gefühl zu schätzen, wie es ist, wenn man gewinnt. Ohne Druck.“ Noch. Denn, so Nicu: „Irgendwann wird der kommen.“ Vorausgesetzt, man hat in einigen Wochen mit den Spitzenteams gleichgezogen.

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